Holocaust-Referenz
Argumente gegen Auschwitzleugner

Zahlenspiele der Holocaustleugner

Zahlen, bitte! Egal welche, Hauptsache falsch.

Holocaustleugner versuchen oft, mit Hilfe obskurer Quellen möglichst absurde und möglichst unglaubwürdige Zahlen zu präsentieren, um die geschichtswissenschaftlichen Erkenntnisse über den Judenmord anzugreifen.

Dabei benutzen sie nicht selten Fälschungen oder absichtlich falsch interpretierte Angaben und produzieren vorsätzlich absurde und geradezu lächerliche Darstellungen, die sie anschließend „widerlegen“ können [vgl. auch Tricks der Holocaustleugner und Pappdrachen]. Die korrekten, geschichtswissenschaftlich gesicherten Zahlen sollen in der Flut der falschen Zahlen untergehen und als unglaubwürdig dargestellt werden.

Man kann eine grobe Unterteilung vornehmen zwischen deutschen und nichtdeutschen Todesopfern. Erstere, zum Beispiel infolge der alliierten Luftangriffe, werden durchgängig überhöht dargestellt, letztere werden durchgängig klein geredet. Dabei ist zu beobachten, dass die Geschichtsfälscher an die jeweilige Beweisführung unterschiedlich hohe Anforderungen stellen. Die Anforderungen an die Beweise für die Opfer des Judenmordes sind unerfüllbar hoch, für die deutschen Opfer der Alliierten reichen dagegen vielfach anekdotische Belege.

Arolsen Archives / Sonderstandesamt
Auf der Website der Arolsen Archives kann man nachlesen, dass die dort veröffentlichten Zahlen keinesfalls benutzt werden dürfen, um den Holocaust infrage zu stellen. Das ist seit Jahren bekannt, und seit Jahren ignorieren Holocaustleugner die Tatsachen [vgl. Der Suchdienst des IRKR und das Sonderstandesamt Arolsen].
Auschwitz, vier Millionen Opfer
Das „Schlachtschiff Auschwitz“, wie David Irving es nannte, greifen die Relitätsverweigerer besonders heftig an. Sie präsentieren zu den Opfern von Auschwitz viele Angaben, die eines gemeinsam haben: Sie wurden nie von Historikern vertreten. Ein Klassiker aus dieser Abteilung sind die Vier Millionen von Auschwitz.
Berner Tagwacht, 1945
Angeblich 26 Millionen Morde in Konzentrationslagern, die meisten davon in Dachau. Dies ist der wenig überzeugende Versuch, mit einer Falschmeldung von 1945 achtzig Jahre historische Forschung aufzuheben.
Martin Broszat
Holocaustleugner benutzen eine missverständliche Äußerung des Historikers über Die symbolische Zahl von sechs Millionen, um ihm zu unterstellen, er habe den Holocaust bestritten.
Dresden, Luftangriffe 1945
Hier sieht man das exakte Gegenteil. Verschiedene Leugner produzieren zu den Luftangriffen auf Dresden im Februar 1945 möglichst hohe Zahlen, die alle voneinander abweichen. Geht es um den Holocaust, dann sind abweichende Zahlenangaben angeblich ein Beweis dafür, dass er nicht geschehen sei. Geht es um Dresden, dann sind alle Zahlen willkommen, solange sie nur hoch genug sind.
Listojewski
Ein Statistiker, dessen Vornamen und akademische Laufbahn niemand kennt, soll vor Jahrzehnten eine Zahl von 500.000 jüdischen Opfern bewiesen haben, was den Holocaustleugnern heute noch reicht. Man muss halt nehmen, was man hat.
Sonja Margolina
Die Autorin kritisiert in ihrem Buch Das Ende der Lügen, dass viele Nichtjuden zu leicht nach Israel eingebürgert werden können. Holocaustleugner konstruieren daraus die Behauptung, es seien viele Juden „aufgetaucht“, die demnach nicht ermordet worden seien.
Walter N. Sanning
In seinem Buch Die Auflösung des osteuropäischen Judentums verscheucht Walter N. Sanning die Juden, die angeblich nicht ermordet worden seien, mit drohend erhobenem Rechenschieber aus seinen Tabellen, aber nicht aus der Realität. Den Korherr-Bericht, eine von Himmler in Auftrag gegebene Statistik der Vernichtung, erwähnt er nicht einmal.
Sterbebücher, Totenbücher
Die Sterbebücher oder Totenbücher von Auschwitz dokumentieren zwischen 1941 und 1943 lediglich die Todesfälle unter registrierten Häftlingen. Die Opfer der Gaskammern waren keine registrierten Häftlinge und sind deshalb dort nicht aufgeführt.
Ernst Zündels „amtliche“ Todeszahlen
Auch dies war ein Versuch eines Holocaustleugners, möglichst viele falsche Zahlen zu streuen, bis man die korrekten, von Historikern ermittelten Opferzahlen nicht mehr sieht oder ebenfalls für unglaubwürdig hält. Eng daran angelehnt ist eine weitere Liste mit falschen Opferzahlen, die beispielsweise vom National Journal veröffentlicht wurde.