Holocaust-Referenz
Argumente gegen Auschwitzleugner

Geschichtsrevisionisten, Holocaustleugner und zwangsrekrutierte Autoren

Ein Zettelkasten der vergeblichen „Wahrheitssuche“

Vorbemerkung für alle, die sich allzu gern gemeint fühlen möchten: Diese Aufstellung enthält nicht nur Holocaustleugner, sondern auch andere Autoren, die von Holocaustleugnern benutzt, zitiert oder sogar missbraucht werden. Es gibt auch eine Sortierung nach Titeln.

Abegg, Wilhelm

Staatssekretär im preußischen Innenministerium, das gegen die NSDAP ermittelte. Abegg hinterließ angeblich ein aufschlussreiches Archiv, dass sich jedoch als Fälschung entpuppte.

Adler, Manfred

Katholischer Religionslehrer, wegen antisemitischer Schriften suspendiert.

American Hebrew, „Holocaust“ 1919

Holocaustleugner benutzen eine Meldung von 1919, um die Geschichtwissenschaft von heute zu „widerlegen“.

Aretz, Emil

Ein alter, heute noch gern zitierter „Klassiker“ der Holocaustleugnung.

Bauer, Yehuda

Zwei Zitate sollen nach Ansicht der Holocaustleugner beweisen, dass der renommierte Historiker Zweifel am Holocaust gesät habe.

Brock, Robert L.

Brocks Buch Freispruch für Deutschland ist eine bunte Sammlung von Zitaten und Presseausschnitten, die beweisen sollen, dass Deutschland unschuldig und alle anderen (vor allem wohl Juden) die wahren Übeltäter seien.

Burg, Joseph G.

Joseph G. Burg (d.i. Josef Ginsburg) verbreitete antisemitische und den Holocaust leugnende Schriften.

Conrad, Jo

Ein Autor mäandert an der Grenze zwischen Esoterik und brauner Propaganda.

Covington, Harold (aka „Winston Smith“)

Der US-Neonazi Harold Covington erklärte mit überraschender Offenheit, welchen Sinn die Leugnung des Holocaust seiner Ansicht nach hat.

Dayan, Shmuel

Ein Zitat, das erstens nicht von Dayan stammt und zweitens böswillig missverstanden wird.

Denes, Ivan

Gott am Wannsee: Ein Antisemit liest zwischen den Zeilen. Das Buch kann sich nicht wehren.

Ehrenburg, Ilja

Ehrenburg soll im Krieg einen Aufruf verfasst haben, deutsche Frauen zu vergewaltigen. Die Urheberschaft ist nicht nachgewiesen, trotzdem wird der Aufruf heute noch zitiert und ihm zugeschrieben.

Eichmann, Adolf

Der Verwalter der „Endlösung“ sagte in Jerusalem, der Massenmord an den Juden habe auf einem „Führerbefehl“ von Hitler selbst beruht.

Engels, Friedrich

Ein Antisemit weiß besser als Engels, was man unter Dialektik zu verstehen habe.

Faurisson, Robert

Der französische Holocaustleugner produzierte schon in den 1970er Jahren Grundlagen des „Revisionismus“ und wird heute noch gern zitiert.

Feuchtwanger, Lion: Vorwort zu Der gelbe Fleck

Feuchtwanger schrieb das Vorwort zu Der gelbe Fleck, das bereits 1936 die systematische Entrechtung und Gewalt gegen Juden dokumentierte. „Revisionisten“ versuchen heute, genau wie das NS-Regime damals, diese frühen Zeugnisse des NS-Terrors als Greuelpropaganda abzutun.