Holocaust-Referenz
Argumente gegen Auschwitzleugner

Der KGH guckt in die Röhre

Eine Meldung vom Arbeitkreis Funk und Fernsehen (AFF)

Update 2026: Die unten dokumentierte Attacke der AFF / des KGH gegen den damaligen Monitor-Chef Klaus Bednarz ist sehr alt und im Grunde ein Dinosaurer der heutigen Agitation gegen den öffentlich-rechtlichen Rundfunk. Der ÖRR ist auf das Grundgesetz verpflichtet, und wer diese Verpflichtung ernst nimmt, kritisiert Rechtsextremisten.

Genau aus dieser Ecke kommen die lautesten Rufe nach der Abschaffung dieser Medien. Man darf diese Attacken lesen als: Die stellen uns so dar, wie wir sind, und deshalb müssen sie weg. Es geht nicht um „Zwangsgebühren“. Die Angriffe gegen Journalisten würden nicht nachlassen, wenn der öffentlich-rechtliche Rundfunk genauso intransparent finanziert würde wie die privaten Anbieter.

Letztlich geht es um die Entfernung kritischer Stimmen aus dem öffentlichen Diskurs, um die strukturell gewaltsam gedachte Herstellung von Konformität im Sinne rechtsextremer Propagandisten und um die Beseitigung von Meinungsvielfalt und Pluralismus. Dies ist – welche Ironie – zufällig genau das, was die „Zwangsgebühren“-Abschaffer dem ÖRR vorwerfen.


Der Konservative Gesprächskreis Hannover hat am 12.6.2001 in der Diskussionsgruppe de.soc.politik.misc und gleichzeitig auf seiner Website eine Falschmeldung des Arbeitkreises Funk und Fernsehen veröffentlicht. Unter dem Titel „Bednarz gerügt und weg vom Fenster“ hieß es dort unter anderem:

Der bisher als Moderator der ARD Magazinsendung Monitor bekanntgewordene und sehr umstrittene Klaus Bednarz – er hat eine Ausbildung bei der Komintern in Moskau erhalten – erhielt vom Rundfunkrat des WDR eine Rüge. Er wird in Zukunft nicht mehr als Moderator tätig sein.

KGH, Pressemeldung AFF, 12.6.2001

Die Behauptung, Bednarz sei „bei der Komintern in Moskau“ ausgebildet worden, ist offensichtlich unwahr: Bednarz wurde 1942 geboren, die Komintern wurde 1943 aufgelöst.

Auch die Behauptung, Bednarz sei vom Rundfunkrat des WDR gerügt worden, entspricht nicht der Wahrheit. Ein Teilnehmer der Diskussionsgruppe machte den KGH darauf aufmerksam, dass der Programmbeschwerde – die angeblich zur erwähnten Rüge geführt hätte – nicht stattgegeben worden sei.

Antworten im Usenet haben den KGH unmittelbar danach auf die Unstimmigkeiten und Unwahrheiten in dieser Meldung aufmerksam gemacht.

Am 14.6.2001 hat der angeblich gerügte und von der Moderation entbundene Klaus Bednarz übrigens die Sendung Monitor moderiert. Auch auf diesen Sachverhalt wurde der KGH aufmerksam gemacht.

Der KGH hat getan, was er immer tut, wenn die Diskussion beginnt, die er angeblich führen will: Er hat geschwiegen.

Doch damit nicht genug: Am 17.6.2001 hat der Konservative Gesprächskreis Hannover sogar noch eine weitere Meldung vom Arbeitskreis Funk und Fernsehen veröffentlicht, obwohl dem KGH inzwischen bekannt war, wie wenig glaubwürdig die Meldungen dieser Organisation sind.

Auch am 22.6.2001, also zehn Tage nachdem der KGH von den Mängeln des Textes erfahren hatte, stand die Falschmeldung über Bednarz noch immer auf der KGH-Website.

Nachtrag:

Am 25.6.2001 hat der KGH die Falschmeldung noch einmal in zwei Usenet-Gruppen gepostet. Eine Stellungnahme zu den inhaltlichen Mängeln des Textes ist unterblieben.

Der KGH hat auf seiner Website notiert, was er als seine Aufgabe ansieht: „Politische Bildung und Information“.

Es war am Ende wohl doch nur ein Silvestervorsatz.

Der KGH – Eine Dokumentation

  1. Der Konservative Gesprächskreis Hannover (KGH)
  2. 1. Anfrage an den KGH vom 28.1.1999
  3. „Wir veröffentlichen Kritik“. Oder auch nicht.
  4. KGH verlinkt (2. Anfrage an den KGH)
  5. Eine Meldung vom Arbeitskreis Funk und Fernsehen
  6. KGH: Ein Beitrag zur konservativen Gesprächskultur