Holocaust-Referenz
Argumente gegen Auschwitzleugner

Zitate zum NS-Massenmord – 2

Die möglichst restlose Beseitigung des Judentums

Nach meiner Erinnerung gab Rasch dann noch im Juli in Shitomir den Befehl bekannt, wonach alle männlichen Juden, die nicht im Arbeitseinsatz stünden, zu erschießen […] Etwa 3 bis 4 Wochen später ergänzte er dann den Befehl dahin, daß auch alle jüdischen Frauen und Kinder zu erschießen seien, damit aus ihnen keine 'Rächer' entstünden.

Aussage des Einsatzkommandoführers Erwin Schulz, zit n. Peter Longerich, Die Ermordung der europäischen Juden, S. 114

Eine andere große Frage war noch notwendig zu lösen. Es war die furchtbarste Aufgabe und der furchtbarste Auftrag, den eine Organisation bekommen konnte: der Auftrag, die Judenfrage zu lösen. Ich darf dies auch in diesem Kreis wieder in aller Offenheit mit ein paar Sätzen sagen. Es ist gut, daß wir die Härte hatten, die Juden in unserem Bereich auszurotten.

Heinrich Himmler am 21.6.1944
vor Generalen in Sonthofen, zit. n. Hermann Graml, Reichskristallnacht, S. 267

Vgl. auch Audioclips dieser und zweier weiterer Himmler-Reden mit ähnlichem Inhalt. In solchen Fällen versuchen manche Holocaustleugner vergeblich, das Wort „ausrotten“ harmlos zu deuten.

Jeden Tag kamen neue Transporte an; den Deportierten wurde befohlen, sich auszuziehen, und dann brachte man sie zu den drei alten Gaskammern. Der Weg führte an der Baustelle vorbei. Mehrere von uns entdeckten ihre Kinder, Frauen oder Verwandte unter den Opfern. Falls jemand in seiner Qual zu seiner Familie lief, wurde er auf der Stelle erschossen. So bauten wir die Todeskammern für uns und unsere Brüder!

Aussage des Jankiel Wiernik über den Bau der neuen Gaskammern in Treblinka; Auszug in anderer Übersetzung auch in Ernst Kogon, Nationalsozialistische Massentötungen durch Giftgas, S. 185

Jankiel Wiernik war von Beruf Zimmermann und konnte genau beurteilen, was er bauen sollte, als er mit der Konstruktion der Gaskammern in Treblinka beauftragt wurde.

Die systematische Säuberungsarbeit im Ostland umfaßte gemäß den grundsätzlichen Befehlen die möglichst restlose Beseitigung des Judentums. Dieses Ziel ist mit Ausnahme von Weißruthenien im wesentlichen durch die Exekutionen von bislang 229.052 Juden (s. Anlage) erreicht.

Bericht der Einsatzgruppe A, zit. n. L. Poliakov, Das Dritte Reich und die Juden, S. 146

Seit einiger Zeit sind die Berichte der Einsatzgruppen veröffentlicht, vgl. Klaus-Michael Mallmann u.a., Die „Ereignismeldungen UdSSR“ 1941 und auch Deutsche Besatzungsherrschaft in der UdSSR 1941–1945.

Zur Tötung der Juden setzte Mohr im Hauptkommando in Stalino seit März, spätestens Anfang April 1942 einen Gaswagen ein, einen 5 t Lastkraftwagen mit einem metallenen Aufbau nach Art eines Möbelwagens. Der Aufbau faßte mindestens 60 dichtgedrängt stehende Menschen und war durch eine hinten angebrachte große Tür zu besteigen. Durch einen Schlauch konnten die Auspuffgase des Motors hineingeleitet werden.

Aussage des Robert Mohr, Leiter des EK 6, zit. n. Massentötungen, S. 96

Wirth sagte uns, daß in Belzec alle Juden umgelegt werden sollten. Zu diesem Zweck wurden die Baracken als Gaskammern eingerichtet. Ich habe in den Gaskammern Brausedüsen angebracht. Die Düsen wurden nicht an eine Wasserleitung angeschlossen, weil sie nur zur Tarnung der Gaskammern dienen sollten. Den zu vergasenden Juden wurde vorgespiegelt, daß sie gebadet und desinfiziert werden sollten.

Aussage des SS-Scharführers Erich Fuchs zit. n. Massentötungen, S. 153

Der oben erwähnte SS-Offizier Christian Wirth hatte anfangs in der sogenannten „Euthanasie“ Erfahrungen gesammelt und durfte seine mörderischen Erfahrungen später bei der Vernichtung der Juden einbringen. Erich Fuchs, der hier über die Brausedüsen berichtet, war als fachkundiger Handwerker (Schlosser) an der Vervollkommnung dieser Täuschung beteiligt.

Während bei der ersten Versuchsreihe und bei den ersten Transporten der zweiten Versuchsreihe noch mit Flaschengas vergast wurde, wurden die Juden der letzten Transporte der zweiten Versuchsreihe bereits mit dem Abgas aus einem Panzermotor oder Lkw-Motor, den Hackenholt bediente, getötet.

Aussage des Josef Oberhauser, Adjutant des Lagerkommandanten Belzec, zit. n. P. Longerich, Ermordung, S. 358

Weitere Zitate zum Massenmord