Fußboden betonieren in Gaskammer
Arbeitsblatt eines Handwerkers
Ein Dokument, das deutlich zeigt, zu welchem Zweck die Bauten in Auschwitz gedient haben, ist das erste Dokument auf dieser Seite. Es ist ein Arbeitsblatt, in dem es heißt:
Fußboden Aufschüttung auffüllen, stampfen und Fußboden betonieren in Gasskammer[!].
Quelle: Jean-Claude Pressac, Auschwitz: Technique and operation of the gas chambers, Dok. 555.1
Auschwitz: Fußboden betonieren in Gaskammer
Der Tippfehler („Gasskammer“ mit Doppel-s) entspricht der nicht korrekten Sprechweise mancher Menschen, die „Gas“ mit kurzem „a“ sprechen. Das kurze „a“ verlangt dann die Verdoppelung des nächsten Konsonanten. Da beschrieb ein Handwerker, der genau wusste, was er tat, seinen Auftrag in seiner Sprechweise. Dem Blatt ist auch zu entnehmen, um welche Baustelle es sich gehandelt hat: Es war die „Einäscherungsanlage 4“. Gemeint ist damit eins der Krematorien, in denen sich die Gaskammern befanden.
1 gasdichte Tür, 14 Brausen
Ein weiteres aufschlussreiches Dokument ist diese Inventarliste aus dem Krematorium II. Dort sind unter anderem aufgeführt: „1 gasdichte Tür, 14 Brausen“.
„Vergasungskeller“ in Auschwitz
Und schließlich noch dieses verräterische Schreiben, in dem von einem „Vergasungskeller“ die Rede ist. Der „Vergasungskeller“ ist die Gaskammer.
Holocaustleugner behaupten zwar gelegentlich, mit „Vergasungskeller“ sei eine Anlage gemeint, in der Koks vergast und zur Energieerzeugung eingesetzt wurde; doch die Antwort auf die Frage, wo sich diese Anlage befunden haben soll und anhand welcher Pläne und Bauaufträge ihre Existenz bewiesen werden kann, bleiben die rechtsextremistischen Geschichtsfälscher schuldig.
Quellen und Verweise
- Auschwitz: Übersicht
- Gedenkstätte Auschwitz
- Jean-Claude Pressac, Auschwitz: Technique and operation of the gas chambers
- Jean-Claude Pressac, Die Krematorien von Auschwitz. Die Technik des Massenmordes