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Der Konservative Gesprächskreis Hannover

2. Anfrage an den KGH vom 28. Mai 2000

Newsgroups: de.soc.politik.texte,de.soc.politik.misc,de.org.politik.spd
Subject: Re: Goebbels-Zitat erschüttert Kärntner SPÖ
Followup-To: de.soc.politik.misc
Date: Sun, 28 May 2000 19:18:38 +0200
Organization: .
References: <392ebe2b.15044974@news.btx.dtag.de>
Message-ID: <393154bc$0$6681@personalnews.de.uu.net>


On Fri, 26 May 2000 18:43:51 GMT, 
kgh@konservativ.de (Horst Schilling - KGH e.V.) 
wrote in <392ebe2b.15044974@news.btx.dtag.de>:


(...)


Da Sie in einem Ihrer Beiträge gerade den Nazi-Propagandaminister
Goebbels erwähnen: Ihnen ist doch sicherlich bekannt, dass im Internet
eine ganze Reihe von Leugnern des Judenmordes mit Angeboten vertreten
sind, die letztlich dazu dienen, das Hitler-Regime zu entlasten, indem
dessen Verbrechen verleugnet werden?

Diese Leute nennen sich selbst "Revisionisten". Eines dieser Angebote
trägt den Namen "Vrij Historisch Onderzoek" und wird vom
Rechtsextremisten Germar Rudolf betrieben.

Genau an diesem Punkt soll auch die Frage beantwortet werden, die Sie
sich vielleicht schon gestellt haben: Was hat das mit dem
Konservativen Gesprächskreis Hannover zu tun?

Der Zusammenhang ist dieser: Bei VHO gibt es eine Link-Seite mit dem
Titel: "Revisionism online! The most important addresses" - also etwa:
"Revisionismus im Internet - die wichtigsten Adressen".

Auf dieser Seite finden Sie die erste Liga der Auschwitzleugner im
Internet: Zündel, CODOH, IHR, National Journal, Ostara. Hier ist die
Adresse:

		http://www.vho.org/Links.html

Im unteren Drittel der Seite ist ein Link auf den KGH gesetzt.

Nun können Sie natürlich nicht verhindern, dass irgendwo ein
Auschwitzleugner einen Link auf Ihre Seiten setzt, aber ich frage mich
schon, was Sie davon halten, wenn Sie von Germar Rudolf in die Rubrik
der Holocaust-Leugner eingereiht werden, ob Ihnen dies bekannt ist und
ob Sie ggf. schon gegen diese Einordnung protestiert haben.

Es gibt auf dieser Web-Seite andererseits auch einige Links auf
Projekte, die sich _gegen_ den "Revisionismus" richten.

Darf ich Ihnen vielleicht zu Ihren Gunsten unterstellen, dass Sie
genau wie das dort ebenfalls erwähnte Nizkor-Projekt (www.nizkor.org)
eindeutig und unmissverständlich gegen diese rechtsextremistischen
Geschichtsklitter eingestellt sind?

In diesem Fall würde ich Sie bitten, mir mit einer kurzen Nachricht zu
bestätigen, dass ich Ihre Position richtig eingeschätzt habe.
Zusätzlich möchte ich Sie darauf hinweisen, dass es sicherlich
sinnvoll wäre, wenn Sie wenigstens auf Ihren eigenen Seiten deutlich
machen könnten, dass Sie sich missverstanden fühlen, wenn Sie von
Leugnern des Judenmords auf eine Art und Weise vereinnahmt werden, die
anzudeuten scheint, dass Ihre Ansichten mit denen der
Rechtsextremisten weitgehend kompatibel sind.

An einer Klarstellung liegt mir auch deshalb so viel, weil ich
gestehen muss, dass ich bei Ihnen in der Tat gewisse Zweifel habe, ob
Sie nun für oder gegen die "revisionistischen" Geschichtsfälscher
eingestellt sind.

Die Zweifel beruhen darauf, dass Sie auf Ihren Seiten einerseits auf
den Text "WAL" von Norbert Marzahn hinweisen - der bekanntlich den
Judenmord als "Lüge" bezeichnet - andererseits aber jeden Hinweis auf
Web-Angebote unterlassen, die den Judenmord korrekt darstellen.

Ich habe Sie - dies noch einmal zur Erinnerung - in dieser
Angelegenheit schon mehrmals um eine Klarstellung gebeten, von Ihnen
jedoch trotz einer entsprechenden Ankündigung bis heute (28.5.2000)
keine Antwort bekommen. Siehe dazu auch:

  http://www.h-ref.de/ar/kgh/kritik.shtml

Falls sie sich entschließen sollten, nur per Email zu antworten, setze
ich Ihre Erlaubnis voraus, Ihre Antwort ganz oder teilweise zu
veröffentlichen, denn ich mag mir nichts anderes vorstellen, als dass
Sie sich entschieden vom sogenannten "Revisionismus" distanzieren, der
ja nicht weiter ist als rechtsextremistische Geschichtsfälschung mit
dem Ziel, das Hitler-Regime zu rehabilitieren; und diese
Distanzierung, mit der ich ganz sicher rechne, einer möglichst breiten
Öffentlichkeit zugänglich zu machen, kann doch nur in Ihrem Interesse
liegen.

Zur Kenntnisnahme CC an:

	kgh@konservativ.de (Horst Schilling - KGH e.V.)
	vho@vho.org (Germar Rudolf)

(Bitte F'up beachten)




Siehe auch:

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