Holocaust-Referenz
Argumente gegen Auschwitzleugner

1. Anfrage an den KGH vom 28.1.1999

Auf den Schlips getreten?

Update 2026: Ende der 1990er Jahre tauchte im deutschen Usenet eine Organisation auf, die sich Konservativer Gesprächskreis Hannover nannte und offenbar keinerlei Berührungsängste mit Holocaustleugnern und Rechtsextremisten hatte. Das Usenet war eine unregulierte Plattform, auf der man weltweit öffentlich diskutieren konnte. Das wollte ich tun, und deshalb schrieb ich einige Antworten an Beiträge des KGH, die hier dokumentiert werden. Die Organisation ist Geschichte, aber die Geschichten, die sie gemacht hat, sind aktuell.


Schön, dass sich die Konservativen mal wieder hier melden. Ich wollte Sie schon lange fragen, was Sie von dem folgenden Text halten:

Diese 4 Millionen von Auschwitz hatten dann jahrzehntelang Bestand, was sich erst mit dem Zusammenbruch des Sozialismus auch in Osteuropa änderte. Fachleute wie Fred Leuchter (Hersteller von Hinrichtungsgaskammern in den USA), Germar Rudolf (Chemiker, ehem. beim Max-Planck-Institut) und die österreichischen Dipl.-Ing. Fröhlich und Lüftl stellten wissenschaftliche Untersuchungen an und wurden von den 4-Millionen-Lügnern heftig angefeindet, sogar als „Nazis“ beschimpft. Aber: Es stellte sich heraus, daß die Fluchenden die Lügner und Verschleierer und damit die „Nazis“ waren.

Dieser Text stammt aus der Online-Publikation WAL, auf die Sie auf Ihren Web-Seiten hinweisen. Wie Sie unschwer erkennen können, tritt der Autor als Fürsprecher von Material in Erscheinung, das der Leugnung des nationalsozialistischen Völkermordes dient.

Als Beleg dafür, dass es sich hier nicht um ein Mißverständnis handelt, kann ich Ihnen zusätzlich folgendes Zitat des Autors anbieten:

Die 6-Millionen-Luege wird durch pausenloses Wiederholen nicht wahrer.

„Normarz“, 28 Feb 1998, de.soc.politik.misc, Subject: Re: UFOs und Nationalismus war: Verschwoerungstheorien Message-ID: 19980228205300.PAA02206@ ladder02.news.aol.com

Der Autor bezeichnete die Zahl von sechs Millionen jüdischen Opfern des Holocaust mehrfach als „Lüge“.

Da Sie von sich aus den Link zu diesem Text eingerichtet haben, stellt sich mir die Frage, was Ihre Gruppierung bezweckt. Sollte sich hinter Ihrem harmlos wirkenden Etikett „Die konservative Informationsbasis im Internet“ (so die Überschrift Ihrer Website) etwa ein Zusammenschluss von Leuten verbergen, die es sich zur Aufgabe gemacht haben, Holocaustleugner zu unterstützen und entsprechende Texte zu verbreiten?

Muss man den Schluß ziehen, daß Sie diese Inhalte billigen und wie „Normarz“ der Ansicht sind, der Holocaust sei eine Lüge?

Für eine Klarstellung wäre ich Ihnen dankbar.

CC: pc-ag@xxxxxxativ.de

Quellen und Verweise

  1. Der Konservative Gesprächskreis Hannover (KGH)
  2. 1. Anfrage an den KGH vom 28.1.1999
  3. „Wir veröffentlichen Kritik“. Oder auch nicht.
  4. KGH verlinkt (2. Anfrage an den KGH)
  5. Eine Meldung vom Arbeitskreis Funk und Fernsehen
  6. KGH: Ein Beitrag zur konservativen Gesprächskultur