Der Leuchter-Report

(2. Teil)

2.11 Diejenigen, die das Zyklon B in die Kammern warfen, wären dabei selbst getötet worden

Das ist natürlich Unsinn. Die mit dieser Aufgabe betrauten SS-Leute trugen Gasmasken. Wie jene, die im Rahmen der Entlausung mit Zyklon B umgingen. (Es ist schon seltsam, daß ein "Gaskammerexperte" nicht in der Lage gewesen sein soll, das herauszufinden.)

2.12 Die Todeslisten aus Auschwitz weisen keine Vergasungen aus und geben eine geringere Zahl von Opfern an

Grund: Diese Listen beziehen sich nur auf jene, denen man eine "Seriennummer" eintätowierte. Die Mehrzahl der Opfer wurde aber als "nicht arbeitsfähig" ausgesondert und sofort, ohne tätowiert zu werden, vergast. Man kann das z.B. dem Bericht des hochrangigen SS-Offiziers Franke-Gricksch an Himmler entnehmen (siehe pub/camps/auschwitz/gricksch.rpt; sowie ~/auschwitz.faq1, enthält eine Beschreibung der Registrierung). Die sofort vergasten Opfer wurden weder registriert noch namentlich erfaßt. (Aussage des polnischen Gefangenen Aloiz Oskar Kleta, Shelly S. 284; Fertig, 12; Fleming, 174. Zur systematischen Verbrennung von Dokumenten, die Angaben über die Zahl der Opfer enthielten siehe auch die Zeugenaussage Henryk Taubers bei Pressac, S. 488.)

2.13 Es gab ein Schwimmbad in Auschwitz, deshalb kann es kein Vernichtungslager gewesen sein.

Im Hauptlager Auschwitz I gab es tatsächlich ein zu einem Schwimmbecken umgebautes Wasserreservoir, das vom Lagerpersonal genutzt wurde. Zur Unterhaltung der SS gab es außerdem ein aus Insassen rekrutiertes Lagerorchester sowie ein Bordell. Inwiefern dies "beweisen" soll, daß Auschwitz kein Vernichtungslager gewesen ist, entzieht sich den Fähigkeiten des Autors dieses Textes.

2.14 Der Grundwasserspiegel auf dem Lagergelände in Auschwitz liegt fast überall so hoch, daß man keine Leichen in Gruben verbrennen konnte

Es gibt Photos von den Gruben und darin verbrennender Leichen (siehe pub/holocaust/gifs). Als das Lager in Betrieb war, hat die SS das Gelände entwässert. Heute ist die Drainage, sie wurde ja seit 1945 nicht mehr gewartet, verfallen und der Wasserspiegel stieg wieder an. Weiterhin waren die Gruben nicht die ganze Zeit in Betrieb, sondern wurden nur benutzt, wenn die Öfen die Zahl der Opfer nicht mehr bewältigen konnten. So z.B. während der Vernichtung der ungarischen Juden, als täglich mehr Menschen getötet wurden als mit Hilfe der Öfen eingeäschert werden konnten. Bekannt ist die Benutzung der Verbrennungsgruben in der Zeit von Oktober bis November 42 sowie im Sommer 44, einer Zeit außerhalb der Schneeschmelze, die den Wasserspiegel ansteigen läßt.

2.15 Wie haben die Augenzeugen die Vernichtung überlebt ? Warum haben die Nazis sie nicht umgebracht ?

Die Antwort ist einfach: Die SS hat fast alle umgebracht. So gab es nach dem Krieg nur rund 70 Überlebende aus Treblinka (über 700.000 Opfer, siehe auch Auszüge aus deutschen Gerichtsakten - pub/camps/ aktion.reinhard/ reinhard.faq1 und ~/reinhard.faq2). In den meisten Fällen flohen die Überlebenden während von Lagerinsassen angezettelter Revolten. Das gleiche in Auschwitz: fast alle Mitglieder der "Sonderkommandos", die die Vergasungen sahen und die Leichen aus den Kammern tragen und verbrennen mußten, wurden von der SS getötet. Nur eine kleine Zahl entkam, die meisten während des Lageraufstandes im Oktober 1944. Ebenfalls eine Rolle spielt, daß gegen Ende des Krieges in Auschwitz totales Chaos herrschte. Die Rote Armee kam schnell näher. Sie bombadierte das Lager. So blieb einfach keine Zeit, alle Lagerinsassen zu töten und etliche brachte man in Lager in Deutschland. Viele der Teilnehmer an solchen "Todesmärschen" starben während des Marsches.

2.16 Abgase von Dieselmotoren sind nicht giftig genug, um Menschen zu töten

(Diese Behauptung bezieht sich auf das Vernichtungslager Treblinka - siehe Datei mit Entscheiden deutscher Gerichte zu diesem Thema. In anderen Vernichtungslagern wurden Benzinmotoren eingesetzt. Die Methode ist einfach. Man zwängt die Opfer in eine Kammer und leitet anschließend die Abgase eines leistungsfähigen Motors hinein.)

Die Behauptung ist natürlich Quatsch. In einem geschlossenen Raum sind Abgase von Dieselmotoren tödlich. Es gibt eine Studie dazu, deren Ergebnisse unter dem Titel "Toxizität der Abgase von Dieselmotoren bei vier verschiedenen Zuständen" (The Toxicity of Fumes from a diesel Engine Under Four Different Running Conditions) von Pattle und anderen im British Journal of Industrial Medicine, 1957, Vol 14, S. 47-55, veröffentlicht wurden. Die Forscher haben in wenigen Versuchen verschiedene Tiere Dieselabgasen ausgesetzt und die Ergebnisse aufgezeichnet.

Sie benutzten einen kleinen Dieselmotor (568 ccm, 6 PS), dessen Abgase in eine 10 Kubikmeter umfassende Kammer geleitet wurden, in die man die Versuchtstiere setzte. In allen Fällen starben die Tiere. Der Tod trat leichter ein, wenn man die Luftzufuhr des Motors drosselte. In diesem Fall steigt der Kohlenmonoxidgehalt (CO) der Abgase stark an. (Siehe z.B. "Diesel Engine Reference Book", Lilly, 1985, S. 18/8. Dort ist zu lesen, daß bei einem hohen Anteil von Luft im Luft-Treibstoff-Gemisch die Konzentration von CO in den Abgasen nur wenige ppm beträgt, bei einem luftarmen Gemisch (25:1) jedoch auf über 3000 ppm ansteigt. Es ist sehr einfach, die Luftzufuhr zu begrenzen. Die britischen Forscher deckten den Ansaugstutzen mit einer kleinen Metallplatte teilweise ab.)

Die Versuchstiere starben auch bei CO-armen Abgasen. Hauptsächlich an Stickstoffdioxid und anderen giftigen Komponenten.

Die in Treblinka benutzten Dieselmotoren waren erheblich größer. Sie stammten aus erbeuteten sowjetischen T-34 Panzern. Je nach Ausführung wogen die T-34 zwischen 26 und 31 Tonnen und wurden von einem 500 PS Motor angetrieben. Die in Treblinka benutzten Kammern umfaßten 60 Kubikmeter, das 6-fache der im Experiment benutzten Kammer. Die Leistung der verwendeten Motoren ist um weit mehr als einen Faktor 6 größer.

Man sollte sich in Erinnerung rufen, daß bei einer Kohlenmonoxidvergiftung nicht die Konzentration von CO, sondern das Verhältnis von CO zu O2 (Sauerstoff) die entscheidende Rolle spielt. In kleinen, mit Menschen vollgestopften, gasdichten Räumen sinkt der Sauerstoffgehalt rapide und beschleunigt so die Vergiftung mit CO. Wie erwähnt, beschleunigen die anderen giftigen Komponenten der Abgase die tödliche Wirkung.

Der SS war bekannt, daß es den Tod beschleunigt, wenn man so viele Opfer wie möglich in die Kammer zwängt und so wenig wie möglich freien Raum übrigläßt. Das läßt sich z.B. einem Brief vom 5.6.42 an SS-Obersturmbannführer Walter Rauf entnehmen, in dem es um "Gaswagen" geht (die in Chelmno und anderen Vernichtungslagern eingesetzt wurden). Der Brief ist recht lang, hier jedoch der wesentliche Absatz (mehr ist in der Datei mit Originaldokumenten zu finden, sowie in Nazism, Dokument 913).

"2) Die Wagen werden normalerweise mit 9-10 Menschen je Quadratmeter beladen. Bei den größeren Saurer Spezialfahrzeugen ist dies nicht möglich, weil - obwohl sie nicht überladen werden - ihre Manövrierbarkeit stark beeinträchtigt wird. Eine Verkleinerung der Ladefläche erscheint wünschenswert. Sie kann durch Kürzung des Fahrzeuges um etwa 1 Meter erreicht werden. Durch eine Verringerung der Ladekapazität kann das beschriebene Problem nicht beseitigt werden. Eine Verringerung der Personenzahl würde eine längere Betriebszeit erfordern, da der entstehende Leerraum mit CO gefüllt werden müßte. Im Gegensatz dazu erfordert eine verkürzte, aber vollständig ausgenutzte Ladefläche durch Verringerung des Leerraumes eine erheblich verkürzte Betriebszeit.

Ein weiteres, grausames Zeugnis für die von der SS entwickelte "Wissenschaft der Vergasung" ist der Brief von Dr. August Becker an SS-Obersturmbannführer Rauff vom 16.5.42 (Nazi Conspiracy, 418).

Die Anwendung des Gases erfolgt nicht korrekt. Um den Vorgang so kurz wie möglich zu machen, gibt der Fahrer Vollgas. Die zu exekutierenden Personen fallen dadurch nicht wie geplant in Ohnmacht, sondern werden bei Bewußtsein erstickt. Meine Anweisungen haben jetzt gezeigt, daß durch die richtige Anwendung des Gaspedals der Tod früher eintritt und die Gefangenen friedlich einschlafen. Verzerrte Gesichter und Ausscheidungen, wie zuvor beobachtet, treten jetzt nicht mehr auf.

Weitere Informationen wurden im November 1993 in mehreren Newsgruppen des Usenet veröffentlicht. smullins@ ecn.purdue.edu zitierte Holtz (siehe "Empfohlene Lektpre") und Elliot. Ein Blick auf die Daten zeigt die unterschiedliche Sauerstoff- und Kohlenmomoxidkonzentration in Dieselabgasen bei unterschiedlichen Gas-Luft-Gemischen:

Zusammensetzung der Dieselabgase bei korrektem Gas-Luft-Gemisch (Vol-%):

02 : 1.5 %
CO2: 13.5 %
CO : 0.5 %

Zusammensetzung der Dieselabgase bei einem Gas-Luft-Gemisch von 0.094 (Vol-%):

O2 : 0.3%
CO2: 10.2%
CO : 6.0%

Die Zahlen zeigen deutlich, daß eine einfache Begrenzug der Luftaufnahme dafür sorgt, daß ein Dieselaggregat genügend CO produziert, um den Abgasen eine schnelle tödliche Wirkung zu verleihen. (6 % entsprechen 60.000 ppm.) Diese Daten von Holtz und Elliot erschienen in der 1. Hälfte 1941 und waren den Nazis wahrscheinlich bekannt.

Mullins veröffentlichte einen UseNet-Artikel, in dem er auf Bergs "The Diesel Gas Chambers: Myth Within a Myth" eingeht (siehe auch pub/orgs/american/ihr/jhr/jhr.v5n1), in dem er nicht nur demonstriert, wie Dieselaggregate schnell hochgiftige Abgase produzieren können, sondern in dem er Bergs eigene Referenzen bei der Beweisführung benutzt. (Text verfügbar in pub/orgs/american/ihr/diesel.001).

2.17 Es gab nicht genügend Juden in Europa, um auf 6 Millionen Opfer kommen zu können.

Die Behauptung ist lächerlich. Sie wird durch sämtliche Bevölkerungsstatistiken aus jener Zeit sowie durch Nazi-Dokumente widerlegt. Z.B.:

Auszug aus den Protokollen der Wannseekonferenz vom 20.1.42, die "Endlösung der Judenfrage" betreffend [Nürnberger Prozesse, Washington, U.S Govt. Print. Off., 1949-1953., Vol. XIII, S. 210]

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II. Zu Beginn des Treffens berichtete der Leiter des SD und der Sicherheitspolizei, SS-Generalleutnant Heydrich über seine Bestellung als Beauftragter für die Endlösung der europäischen Judenfrage durch den Reichsmarschall [Göring] ...

Von der Endlösung der europäischen Judenfrage sind ungefähr 11 Millionen Juden betroffen. Sie verteilen sich wie folgt auf die einzelnen Länder:

Altreich [Deutsches Reich von 1938] 131.800
Österreich 43.700
Ostgebiete 420.000
Generalgouvernment [besetztes Polen] 2.284.000
..
Niederlande 160.800
..
Rumänien inklusive Bessarabien 342.000
..
Ungarn 742.800
UdSSR 5.000.000
Weißrussland außer Bialystok 446.000

[aus Platzgründen wurden viele Länder ausgelassen]

SUMME über 11.000.000

Im Rahmen der Endlösung sollten die Juden unter geeigneter Leitung auf entsprechende Weise als Arbeitskräfte in den Osten gebracht werden. In großen, nach Geschlechtern getrennten Arbeitsgruppen können die in diese Gebiete gebrachten, arbeitsfähigen Juden im Straßenbau eingesetzt werden, was ihre Zahl durch natürlichen Ausfall deutlich reduzieren wird.

Die Überlebenden dieser Maßnahme - ohne Zweifel diejenigen mit der stärksten Widerstandskraft - müssen einer geeigneten Behandlung unterworfen werden, da sie eine natürliche Selektion repräsentierend als Keimzelle der Entwicklung eines neuen Judentums anzusehen sind. (Siehe Erfahrungen aus der Geschichte.)

Im Programm für die praktische Ausführung der Endlösung wird Europa von West nach Ost durchkämmt.

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Die Behauptungen von Holocaust-Leugnern bezüglich der angeblichen Auswanderung von Juden sind lächerlich. So gab es z.B. 1937 rund 370.000 Juden in Palästina, 1948 waren es 600.000. Die Vermißtenzahlen des Anglo-Amerikanischen Komitees für das Studium des Holocauts sehen wie folgt aus:

(Abschlußbericht des Anglo-Amerikanischen Komitees zur Aufklärung des Genozids durch die Nazis an den europäischen Juden, länderspezifische Detailübersicht)

Vermißte Juden (Vorkriegsbevölkerung - Nachkriegsbevölkerung)

Deutschland 195.000
Österreich 53.000
Tschechoslovakei 255.000
Dänemark 1.500
Frankreich 140.000
Belgien 57.000
Luxemburg 3.000
Norwegen 1.000
Niederlande 120.000
Italien 20.000
Jugoslavien 64.000
Griechenland 64.000
Bulgarien 5.000
Rumänien 530.000
Ungarn 200.000
Polen 3.271.000
UdSSR 1.050.000

abzüglich 308.000 Flüchtlinge in verschiedensten Ländern

Anzahl der vernichteten Juden: 5.721.000

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Andere Abschätzungen kommen zu höheren, wieder andere zu niedrigeren Zahlen, alle jedoch liegen in derselben Größenordnung. Kürzlich verfügbare Belege zeigen, daß die Zahl der Opfer in den Gebieten der Ex-UdSSR zu unterschätzt wurde.

Hinzu kommen ungefähr 6 Millionen von den Nazis getötete nicht-jüdische Zivilisten, die meisten davon in Polen und Jugslawien.

2.18 Der "Mythos" des Holocaust wurde nur erfunden, damit Israel daraus Kapital schlagen kann

Leugner des Holocaust behaupten oft, die "Auschwitz-Lüge" sei nur in die Welt gesetzt worden, um finanzielle Hilfe für den Staat Israel zu rechtfertigen. Deborah Lipstat gibt dazu in "Denying the Holocaust" (Leugnung des Holocausts) folgende Informationen:

"Israelische Behörden haben ihre Forderungen an Deutschland in einem Kommunique an die Vier Mächte vom März 1951 spezifiziert und dieses Dokument wurde zur offiziellen Grundlage für den Reparationsvertrag. Es enthält eine Erläutrung der von Israel verwendeten Berechnungsmethode bezüglich der Höhe der Forderung. Die Verfolgung durch die Nazis habe einen "zweiten jüdischen Exodus" von annähernd 500.000 Menschen bewirkt. Diese Zahl zugrundelegend bezifferte Israel die Höhe der Reparationsforderungen:

Die Regierung des Staates Israel sieht sich nicht in einer Position, die es erlauben würde, eine vollständige Aufstellung allen von den Deutschen beschlagnahmten und geplünderten jüdischen Eigentums zu erstellen und vorzulegen, dessen Wert mehr als 6 Milliarden US-$ betragen soll. Die Regierung will lediglich jene Ausgaben in Rechnung stellen, die sie bereits getätigt hat und noch tätigen wird, um die etwa 500.000 jüdischen Flüchtlinge zu integrieren. Diese Ausgaben belaufen sich auf einen Gesamtbetrag von 1,5 Milliarden US-$.

Man muß nicht extra betonen, daß, da sich die Höhe der an den Staat Israel gezahlten Reparationen nach der Zahl der Überlebenden und den Kosten für deren Integration richtete, es im israelischen Interesse gewesen wäre, weniger als 6 Millionen Todesopfer und mehr Überlebende anzusetzen." (Lipstadt, 57)

3.0 Leuchters Glaubwürdigkeit - oder besser: seine fehlende Glaubwürdigkeit

3.1 Leuchters Behauptungen in seiner Zeugenaussage während des Prozesses gegen Zundel sowie die Realität seines Meineids Leuchters Eingeständnis, kein Ingenieur zu sein Gerichtsanordnung, die Verbreitung von Berichten zu unterlassen, die behaupten, Leuchter habe Erfahrung als Ingenieur ...

(Eine detaillierte Beschreibung der Aufnahme Leuchters als "Experte im Zeugenstand" durch den kanadischen Gerichtshof findet sich in pub/people/l/lipstadt.deborah/lipstadt.005. Ein Artikel der Washington Post, der sich mit Leuchters Eingeständnis, er sei kein Ingenieur und der Unterlassungserklärung, die weiteres Verbreiten von Berichten, in denen Gegenteiliges behauptet wird, befaßt, findet sich in pub/people/l/leuchter.fred/wpost.061891.)

In seinem Artikel vom 11.1.93 (Schlagzeile: "Bedeutende historische Tatsache entdeckt") beschäftigt sich Foner mit dem kanadischen Prozeß gegen Ernst Zundel und schreibt:

"Zundel suchte einen Experten für Exekutionen, speziell Vergasungen. Er entdeckte Leuchter, der sich darauf spezialisiert hatte, bei Hinrichtungen in US-Gefängnissen benötigte Gerätschaften herzustellen." (Foner, 3)

Obwohl Leuchter in Neo-Nazi-Publikationen und von Holocaust-Leugnern als "Experte" angepriesen wird, macht seine Zeugenaussage in Zundels Prozeß klar, daß er weder ein Experte noch ein glaubwürdiger Zeuge ist.

Das folgende stammt aus Leuchters Aussage im Zundel-Prozeß, der Fragende ist Douglas Christie, Zundels Anwalt. Gefolgt wird es von den Zitaten zweier Offizieller des amerikanischen Strafvollzugs. Beide Zitate wurden nach Leuchters Aussage gemacht. Nach dem Studium beider Aussagen sollte eine Beurteilung von Leuchters Glaubwürdigkeit keine Schwierigkeiten bereiten.

F: Und welche Verbindungen bestehen zwischen Ihnen und den genannten Einrichtungen in den beiden Staaten ? [Die Gaskammern in den beiden US-Bundesstaaten Kalifornien und Nordcarolina sind gemeint.]

A: Wir haben Konsultationen mit beiden Bundesstaaten, mit Kalifornien hauptsächlich wegen eines EKG-Geräts (heart monitor), das das zur Zeit verwendete alte, mechanische Diagraph-Stethoskop (diagraph stethoscope) ersetzen soll. Wir werden es in Kürze ausliefern und das neue Gerät für beide Gaskammerstühle installieren.

F: Habe ich das richtig verstanden, Sie wurden vom Staat konsultiert ?

A: Ja, von Juan Vasquez

F: Ich verstehe. Und in Nordcarolina ?

A: Nordcarolina. Meine Gespräche und Arbeit fanden mit einem Nathan Reise statt. Sie hatten da vor 2 Jahren einige Arbeiten von ihrem Wartungspersonal an der Gaskammer machen lassen, und sie hatten ein Problem mit einer lecken Türdichtung. Zu dieser Zeit haben wir es mit ihm diskutiert und einige Vorgehensweisen und Umbauten zur Behebung des Problems vorgeschlagen.

F: Und er hat sie diesbezüglich angesprochen ?

A: Hat er.

Was sagen die betroffenen Institutionen dazu ? Zunächst der leitende Direktor in San Quentin, Kalifornien:

"Ich kann Ihnen versichern, daß San Quentin keinen Vertrag mit Fred A. Leuchter Jr. über die Installation eines EKG-Systems oder irgendeine andere Arbeit hat." gez. Daniel B. Vasquez, leitender Direktor

Als nächstes ein Kommentar von den Offizellen Nordcarolinas:

"Ich habe Ihre Angaben mit Nathan A. Rice, ehemaliger Direktor, diskutiert und er sagte, er entsinne sich dunkel an ein Telephonat mit einem Herrn, der angab, Experte für Hinrichtungskammern zu sein. Herr Rice sagte weiter, der betreffende Herr habe ihn angerufen, um ihm eine Injektionsmaschine für Todesspritzen zu verkaufen ...

Unsere Aufzeichnungen können eine beratende oder sonstige Tätigkeit Herrn Leuchters für uns nicht bestätigen. Ich kann bestätigen, daß die Planung und Ausführung der Arbeiten von der Reparaturabteilung, Unterabteilung Ingenieurwesen (Department of Correction Engineering Section) geplant und von eigenem Wartungspersonal durchgeführt wurde." gez. Gary T. Dixon, leitender Direktor (Nordcarolina)

Wir müssen feststellen, daß weder Kalifornien noch Nordcarolina Leuchter bezüglich der Gaskammern konsultiert hat. Er kann sich nicht einmal an die korrekten Namen erinnern und erzählt in Bezug auf seine berufliche Verbindung mit ihnen klare Lügen.

Der einzige Bundesstaat, mit dem Leuchter vermutlich Konsultationen bezüglich Gaskammern führte, ist Missouri. Indes, obwohl Leuchter angeblich Gaskammern für Missouri entwarf, gibt es dafür nur sein Wort, denn die wurden niemals gebaut oder in Betrieb genommen. Tatsächlich hat Missouri bis heute nicht eine einsatzfähige Gaskammer, obwohl Leuchter seinen Entwurf vor über 4 Jahren gemacht haben will. Wir würden es begrüßen, von jemandem zu hören, der Vertreter des Staates Missouri diesbezüglich angesprochen hat.

Ein Artikel in der Washington Post wirft zusätzlich Licht auf Leuchters Probleme mit dem Gesetz und seinen Status als Ingenieur.

BOSTON, 17, Juni - Fred A. Leuchter, selbsternannter Experte für Tötungsmaschinerien, der seinen Ruf als Hersteller von solchen Geräten in eine zweite Karriere als Befürworter des "Holocaust Revisionismus" einbrachte, gab zu, kein Ingenieur zu sein.

Das Eingeständnis findet sich in einer letzte Woche vor einem Gericht in Massachusetts abgegebenen Erklärung. [Anm. d. Übers: "consent decree filed with a Massachusetts court"] Experten zufolge sollte dieses Eingeständnis der Bewegung einen Dämpfer versetzten, die behauptet, die Ermordung von 6 Millionen Juden während der Nazi-Zeit sei eine Erfindung oder zumindest eine Übertreibung.

Leuchter, 48, aus einer Maldener Vorstadt, erwartet noch in diesem Monat ein Verfahren wegen Ausübung von Ingenieurstätigkeiten, ohne eine Genehmigung dafür zu haben - eine Verletzung der Gesetze von Massachusetts. Am 11. Juni unterschrieb er eine Einverständniserklärung der für die Zulassung von Ingenieuren zuständigen Behörde.

In ihr erkennt Leuchter an, daß "Ich weder ein professioneller Ingenieur bin, noch jemals als solcher registriert wurde." und daß er sich trotzdem gegenüber Bundesstaaten, die die Todesstrafe praktizieren, bei verschienenen Gelegenheiten als Ingenieur ausgegeben habe. Diesen Staaten habe er Beratung und einschlägige Geräte angeboten.

Die Erklärung verlangt von Leuchter, die Verbreitung von Dokumenten zu stoppen, in denen er vorgibt, Ingenieur zu sein. Das wichtigste dieser Dokumente ist als "Leuchter-Report" bekannt.

Der Report, durch Revisionisten weit verbreitet, behauptet, die Gaskammern in den Konzentrationslagern Auschwitz, Birkenau und Majdanek hätten nicht zur Massenvernichtung benutzt werden können, weil sie nicht groß genug, zu schlecht entlüfet und mangelhaft versiegelt gewesen seien. Die Behauptung basiert hauptsächlich auf einer chemischen Analyse von Materialien, die Leuchter während einer Reise nach Polen im Februar 1988 heimlich von den Wänden der Kammern abkratzte.

Sally Greenberg, Anwältin der Anti-Diffamierungs-Liga von B'nai B'rith in Boston, begrüßte das Übereinkommen. Sie hatte viel dazu beigetragen, die Behörden von Massachusetts auf Leuchter aufmerksam zu machen.

"Es ist ein Dämpfer für den Holocaust-Revisionismus, weil er unter den Revisionisten als Guru gilt." meinte Frau Greenberg. "Er hat so gut wie eingestanden, als Ingenieur nicht qualifiziert zu sein und keinen qualifizierten Kommentar zum 'Mythos' des Holocaust abgeben zu können. Es ist im wesentlichen das Eingeständnis, genau der Scharlatan und Schwindler zu sein, als der er uns immer bekannt war."

("Holocaust Revisionist Admits He Is Not Engineer." The Washington Post. Vollständiger Text in pub/people/l/ leuchter.fred/leuchter.02)

3.2 Leuchters "Glaubwürdigkeit", bzw. deren Fehlen, bei anmerikanischen Gefängnisverwaltungen

Ed Carnes, Assistent der Generalstaatsanwaltschaft von Alabama, schickten am 20. July 1990 eine Rundschreiben an alle Staaten, die die Todesstrafe verhängen, in dem er sich nach Leuchters Empfehlungen und Glaubwürdigkeit erkundigte. Carnes sagte nicht nur, daß Leuchters Ansichten über Abläufe in Gaskammern "unorthodox" seien, sondern gab auch an, Leuchter habe erpresserische Methoden benutzt. Wenn ein Bundesstaat sich weigerte, seine Dienste in Anspruch zu nehmen, würde Leuchter in letzter Minute als Zeuge für den Delinquenten auftreten und behaupten, die Gaskammer könnte versagen. <Memorandum vom 20.7.90 von Ed Carnes, Assistent der Generalstaatsanwaltschaft Alabama, an alle die Todesstrafe verhängenden Bundesstaaten; Shapiro 'Truth Prevails' S. 17 und 21; Newsweek, 22.10.90, S. 64; Swampscott Journal, 1.11.90.> Carnes zufolge hat Leuchter "auf beiden Seiten abkassiert". <Associated Press, 24.10.90> Leuchters Verhalten in Virginia, Florida und Alabama beschreibend, kommt Carnes zu der Beobachtung, daß Leuchter in weniger als 30 Tagen in 3 verschienden Staaten bezeugte, die Technik der elektrischen Stühle sei zu alt und unzuverlässig, um noch verwendet zu werden. In Florida und Virginia haben Bundesgerichte Leuchters Aussage als unglaubwürdig zurückgewiesen. In Florida stellte das Gericht fest, Leuchter habe die Aussagen in einer wichtigen schriftlichen Erklärung "falsch zitiert", die dann zu einer wichtigen Voraussetzungen seiner Schlüsse wurden <Carnes, Op.Cit., 2>. In Virginia stellte Leuchter dem Anwalt eines zum Tode Verurteilten eine schriftliche Erklärung zur Verfügung, in der er behauptete, der elektrische Stuhl würde versagen. Das Gericht in Virginia befand die Erklärung Leuchters für wenig glaubwürdig, da er der "abgewiesene Anbieter sei, der um den Auftrag für die Ersetzung der Elektroden am elektrischen Stuhl gebeten habe". <Shapiro, "Truth Prevails", 22>. (Lipstadt, 170)

4. Materialien und Quellen

Anm. d. Übersetzers: Bei den meisten Materialien und Quellen handelt es sich um englischsprachige Publikationen. Schließlich handelt es sich hier um die Übersetzung eines amerikanischen Originals. Die Dokumentationen des Nizkor Projektes sind teilweise schon oder werden in Kürze auf Deutsch verfügbar sein. Historiker oder historisch Interessierte, die deutsche Publikationen in die Literaturliste aufgenommen wissen wollen, mögen sich direkt an das Nizkor Projekt wenden.

Vera Laska hat eine ausführliche Liste mit Materialien für jene zusammengestellt, die an Forschungen zum Holocaust interessiert sind. Diese Liste findet sich ebenfalls im Auschwitz-FAQ. Sie ist ein ausgezeichneter Ausgangspunkt für ernsthafte Recherchen. (siehe pub/camps/auschwitz/auschwitz.faq2)

Zusätzlich steht über das Nizkor Projekt eine 25-teilige Bibliographie zum Holocaust zur Verfügung. Sie kann über das Nizkor Web, http://www.almanac.bc.ca bezogen werden. Sie steht in pub/holocaust/bibliographies

.

4.1 Empfohlene Lektüre

Jenen, die mehr über die Vernichtungseinrichtungen in Auschwitz-Birkenau wissen möchten, schlagen wir vor, mit unserer zweiteiligen Dokumentation AUSCHWITZ.FAQ1 und AUSCHWITZ.FAQ2, zu beginnen, die eine umfassende Quellenliste enthalten.

Die FAQs können via WWW, http://www.almanac.bc.ca. bezogen werden.

[Anm. d. Übersetzers: Bei den meisten Quellen handelt es sich um englischsprachige Publikationen.]

"Cyanide Toxicity". Agency for Toxic Substances and Disease Registry, U.S. Dept of Health and Human Services. in American Family Physician, Vol. 48, no 1, July 1993.

Elkins, Hervey B. The Chemistry of Toxicology. New York: John Wiley and Sons Ltd. 2nd (c) 1959

Zwei UseNet-Artikel vom September 1995 (in alt.revisionism) enthalten eine ausführliche Dokumentation der seltsamen Behauptungen der Auschwitz-Leugner. Die von Brian Harmon verfassten Artikel können bezogen werden via
ftp.almanac.bc.ca/pub/ camps/auschwitz/ cyanide/hcn-spurious-claims

Brian Harmons Artikel enthalten Zitate aus den angegebenen Referenzen zur Toxizität von Preussisch Blau (Berliner Blau, Eisen-Cyanid-Verbindung).

Meeussen, Johannes C. et. al. "Dissolution Behavior of Iron Cyanide (Prussian Blue) in Contaminated Soils." Environmental Science and Technology. 1992, 26, pp 1832-1838

Reitlinger, Gerald. The Final Solution: The Attempt to Exterminate the Jews of Europe, 1939-1945. (South Brunswick, New Jersey) c 1961.

Truth Prevails: Demolishing Holocaust Denial, veröffentlicht von der "Beate Klarsfeld Foundation" und "Holocaust Survivors and Friends". ISBN 1-879437-00-7.

Denying the Holocaust. Deborah Lipstadt beschäftigt sich ausführlich mit Leuchters nicht vorhandenem Fachwissen bzw. desen Verdiensten. Siehe auch "Zitierte Werke".

Die Holocaust-Archive stehen ebenfalls via anonymous ftp bei ftp.almanac.bc.ca zur Verfügung. Auf Grund der einfachen Handhabung von Web-Browsern zur Übertragung von Daten, wird ein Bezug der Archive via WWW allerdings bevorzugt (www.almanac.bc.ca).

Jenen, die mehr über die Vernichtungseinrichtungen in Auschwitz-Birkenau wissen möchten, schlagen wir vor, mit unserer zweiteiligen Dokumentation (AUSCHWITZ, AUSCHWITZ.FAQ1 und AUSCHWITZ.FAQ2) zu beginnen, die eine umfassende Quellenliste enthalten. Die FAQs können via WWW, http://www.almanac.bc.ca bezogen werden.

4.2 In Zitaten verwendete Abkürzungen

Siehe pub/camps/auschwitz/reference.term.

4.3 Glossar

Krematorium: Gebäude, das Gaskammern wie Öfen zur Verbrennung von Leichen umfaßt. In Auschwitz gab es 5 Krematorien. (Eine Photographie [Pressac] ist unter pub/holocaust/gifs/krema4.gif und ~/krema3.gif erhältlich)

4.4 Zitierte Arbeiten

Borkin, Joseph. The Crime and Punishment of I.G. Farben. London & New York: Collier Macmillan Publishers (London) and The Free Press, a division of Macmillan Publishing, 1978.

Brugioni, Dino A., and Robert G. Poirier. The Holocaust Revisited: A Retrospective Analysis of the Auschwitz-Birkenau Extermination Complex. (Central Intelligence Agency, Washington, D.C.) February 1979.

Die Arbeiten enthalten aus dem 2. Weltkrieg stammende Luftaufnahmen des in Betrieb befindlichen Komplexes von Auschwitz-Birkenau sowie eine Zusammenfassung von deren Analyse. Die Aufnahmen bestätigen Augenzeugenberichte und Dokumente der Nazis über den Betrieb der Lager. Eine Kopie kann von der US-Regierung unter folgender Adresse bezogen werden:

National Technical Information Service
5285 Port Royal Road
Springfield, VA 22161

oder

Photoduplication Service
Library of Congress
Washington, D.C. 20540

Um die Bearbeitung zu beschleunigen, sollten Berichtsnummern (report number #st 79-10001) und Dokumentennummer (document number NTISUBE28002) angegeben werden. Insbesondere die Angabe der Dokumentennummer ist wichtig.

Feig, Konnilyn G. Hitler's Death Camps. LOC D810.J4 F36, 1981

Foner, Samuel P. "Major Historical Fact Uncovered" SPOTLIGHT Vol. XIX, Number 2, January 11, 1993)

Hilberg, Raul. Commandant of Auschwitz (London: Weidenfeld and Nicholson, 1959)

Klarsfeld, Serge. The Holocaust and Neo-Nazi Mythomania, as quoted in Feig.

Shelly, "Secretaries of Death", Edited and Translated by Lore Shelly, Shengold Publishers INC., NY 1986

Fertig, Howard. The History of KL-Auschwitz. New York: 1982

Fleming, Gerald. Hitler and the Final Solution. University of California Press, 1984

Lipstadt, Deborah. Denying The Holocaust. New York: Macmillan, 1993. Toronto: Maxwell MacMillan Canada. ISBN: 0-02-919235-8

Merck Index. Ninth Edition, 1976.

Müller, Filip. "Eyewitness Auschwitz: Three Years in the Gas Chambers", as cited by both Feig and Hilberg. Museum w Oswiecimu. "KL Auschwitz seen by the SS Hoess, Broad, Kremer," 2nd. ed., 1978

Nazi Conspiracy and Aggression, Vol. III. Washington, D.C.: U.S. Government Printing Office, 1946

Nazism: A History in Documents and Eye Witness Accounts, Vol.2

Pressac, J.C. Auschwitz: Technique and Operation of the Gas Chambers. New York: Beate Klarsfeld Foundation, 1989

"Holocaust Revisionist Admits He Is Not Engineer." The Washington Post, June 18, 1991, FINAL Edition. Christopher B. Daly

YVS XVI. Yad Vashem Studies, XVI. "Operation Reinhard": Extermination Camps of Belzec, Sobibor and Treblinka. Jerusalem: Yad Vashem, 1984

Siehe auch:

Die Widerlegung des Leuchter-Reports,
entnommen beim Nizkor-Archiv:

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